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Wir sind stark geblieben- Überfahrt nach Koh Phangan

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Es ist soweit. Unser erster wirklich längerer Aufenthalt. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Beitrag verfasse, sind wir schon etwa einen Monat auf Koh Phangan. Hier haben wir Weihnachten und Silvester verbracht. Hier hat unser neues Projekt „Palms & Coins“ seinen Anfang gefunden.

Wir wünschen all unseren fleißigen Lesern und Leserinnen ein frohes neues und hoffentlich gutes Jahr 2018. Zudem hoffen wir, dass alle eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit hatten!

Ich knüpfe direkt am Ende des letzten Beitrages an. Eigentlich wollte ich einen großen Beitrag über unsere Zeit auf Koh Phangan machen, aber übers Schreiben ist dieser Teil schon recht lange geworden, also genieße doch meine Beschreibung unserer Überfahrt.

Achtung: In diesem Beitrag wird eine Situation beschrieben, in der sich viele Leute übergeben mussten. Wenn Du also einen instabilen Magen haben solltest, empfehle ich Dir, diesen Beitrag zu überspringen!

Wir hatten also schon viele Stunden Fahrt und Flug hinter uns, als wir endlich an der Fähre nach Koh Phangan ankamen. Im Vorhinein hat man öfter mal Dinge über diese Fähre gehört und gelesen. Es ging meistens darum, dass die Fahrt etwa 1,5 Stunden +- ein bisschen dauert, je nach Wetterlage. Schon während der Busfahrt zur Fähre wurde uns recht schnell klar, dass die Überfahrt wohl recht unangenehm werden könnte. Es regnete fast durchgehend und es war ein Sturm vorausgesagt.

Als wir dann an der Fähre angekommen waren mussten wir noch ein wenig warten. Nach etwa einer Stunde ging es dann los. Die Fähre ist ein High Speed Catamaran. Das Gepäck wurde im vorderen Bereich der Fähre gesammelt und gestapelt. Wir setzten uns relativ weit vorne an die Seite, wodurch wir nach vorne und zur Seite einen Blick nach draußen hatten. Am Anfang tauschten wir uns noch mit den Beiden vor uns aus und immer mal wieder während der Fahrt haben wir uns gegenseitig aufgemuntert und unterstütz.

Du fragst dich jetzt sicher, warum wir uns gegenseitig aufmuntern und unterstützen mussten. Die Antwort ist recht einfach. Wie oben erwähnt, war das Wetter recht schlecht und ein kleiner Sturm war angekündigt. Damit war das Meer unglaublich unruhig und die Fähre schwankte gewaltig. Wie im Internet von vielen beschrieben, wurden relativ schnell Kotztüten verteilt.

Viele Leute hatten sich vor der Abfahrt mit der Fähre noch Essen und Trinken (hauptsächlich Bier) gekauft und zu sich genommen. Da an diesem Abend die „Full Moon Party“ war, haben sich einige schon darauf vorbereitet.

Die Fahrt fühlte sich wie eine sehr unkontrollierte und extrem lange Achterbahnfahrt an. Mit unserem Platz hatten wir das Glück, auf den Horizont schauen zu können, was den Sinnen hilft klarzukommen und weniger schnell zu überreizen. Eine Sache, die mich während der Fahrt auch beschäftigte war, dass die Koffertürme mit jeder Welle wackelten. Immer mal wieder, wenn es sehr unruhig wurde, befürchtete ich, dass die Türme irgendwann fallen würden. Dies passierte glücklicherweise nicht!

Nach etwa einer halben Stunde hörte man den ersten Passagier „husten“. Die Abstände wurden immer kürzer und das „Husten“ wurde immer häufiger. Wenn ich schätzen müsste, dann haben bestimmt mindestens 50% der Anwesenden „gehustet“. Manche leise und manche unglaublich laut, manche so laut, dass ich lachen musste.

Bevor Du mich jetzt verteufelst oder für einen schlechten Menschen hälst: Ich musste das Ganze mit Humor nehmen, weil die Fahrt sonst die Hölle geworden wäre.

Ich persönlich habe keinerlei Probleme mit Erbrochenem, weder mit dem Geruch, dem Geräusch noch mit dem Anblick. Das hat mir das Durchhalten etwas erleichtert. Dennoch hat dieses dauerhafte hoch und runter, uns allen zu schaffen gemacht.

Lukas und ich waren mindestens einmal an der Grenze selber „husten“ zu müssen. Lukas hat extreme Probleme mit dem Geruch von Erbrochenem, glücklicherweise wurde irgendwann Menthol mit Hilfe eines „Stiftes“ auf die Hände verteilt, um den Geruch überdecken zu können.

Direkt neben Lukas saß ein Kerl, der schon nach 15 Minuten so aussah, als müsste er sich übergeben. Er hat viel länger ausgehalten als ich dachte. Sein Magen gab erst nach fast 1 1/2 Stunden nach. Er tat uns allen unglaublich leid, denn er war die ganze Fahrt über kreidebleich und man hat ihm einfach sofort angesehen, dass es ihm unglaublich schlecht ging. Er hat tapfer versucht dagegen anzukämpfen sich übergeben zu müssen. Immer wieder hat er sein Gesicht mit Wasser nass gemacht, um den „Hitzeschüben“ entgegenzuwirken, welche durch seine Übelkeit hervorgerufen wurden.

Ich habe während der Fahrt immer mal wieder zu ihm rüber geschaut, um Lukas rechtzeitig vorwarnen zu können und irgendwann war es dann soweit. Ich schaute rüber, er beugt sich nach vorne und übergibt sich fast lautlos in seine Tüte. Die war jedoch sehr schnell voll und ich habe ihm meine hingehalten, welche auch recht schnell voll war. Seine Freunde waren selber zu sehr damit beschäftigt stark zu bleiben und bekamen das Ganze erst mit, als er aufstand und nach draußen ging. Dazu muss man aber auch sagen, dass es richtig heftig am regnen war, weshalb er nicht schon früher raus gegangen ist.

Irgendwann wurde es für alle schwieriger sich auf den Horizont zu konzentrieren, denn es wurde immer später und damit dunkler. Die ersten Lichter, die zu sehen waren, gehörten zu Koh Samui und dann endlich die erlösenden Lichter am Hafen von Koh Phangan.

Als der Hafen endlich erreicht war, stand ich sofort auf, um unsere Rucksäcke zu holen. Glück war, dass unsere Rucksäcke nicht mitten in den Türmen lagen, sondern daneben lagen. Also ging alles sehr schnell. Der Weg nach draußen und von der Fähre runter war dann wieder eine Angelegenheit für sich. Da sich so viele Menschen übergeben haben, waren alle Mülleimer bis oben voll und an genau diesen musste man vorbei. Lukas schnüffelte durchgehend und intensiv an seiner Hand.

Endlich waren wir von der Fähre runter. Wir verabschiedeten uns von den Beiden vor uns. Hier warteten dann auch schon Dora und Sergio von GoodbyeMatrix auf uns, die wir nun zum ersten Mal trafen. Eine kurze Begrüßung und dann begann unsere Zeit auf Koh Phangan.

Damit endet dann auch mein Beitrag. Der Nächste wird von unserer Zeit in Koh Phangan handeln und was wir alles bis jetzt erlebt haben.

Hier also alles zu unserer interessanten Überfahrt von Suratthani nach Koh Phangan! Ich hoffe es hat Dir gefallen. Mittlerweile sind wir schon über einen Monat auf Koh Phangan. Wir freuen uns weiter viel schönes und lehrreiches zu erleben! Es ist uns ein Anliegen Dich immer auf dem Laufenden zu halten. Wenn es Dir auch ein Anliegen ist immer auf dem Laufenden zu sein, dann trage Dich in unseren Newsletter ein und erfahre per E-Mail mit als erster, wenn’s was Neues gibt. Viel Spaß noch beim Lesen!

Larissa

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Larissa
Larissa
Seit Oktober 2017 reise ich mit jeder Menge Enthusiasmus und nur kleinem 35-Liter-Handgepäck um die Welt. Auf diesem Reiseblog entführen wir Euch zu den fettesten Hotspots der ‚Global Citizens‘: Tollste Städte, Strände und Events. Natürlich werden hier auch die Reise- und Packtipps für Euch nicht zu kurz kommen! Denn wir l(i)eben doch alle Freiheit!
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