Reisetagebuch 📔

Koh Phangan- eine wunderschöne kleine Insel

Sonnenuntergang & Boote

Wir sind jetzt schon einen Monat auf dieser Insel und haben einiges, wenn auch teilweise Kleinigkeiten, erlebt!

Hier auf Koh Phangan haben wir unseren ersten wirklich langen Aufenthalt. Wir sind Anfang Dezember angekommen, haben hier Dora und Sergio kennengelernt, hatten schon drei Unterkünfte, haben ein neues Projekt gestartet, haben Weihnachten und Silvester hier gefeiert!

Über all das und mehr gibt es was zu berichten. Wir sitzen grade in einem Café, ich schreibe diesen Text und Lukas schiebt seine Kryptos hin und her. Ein ganz normaler Tag für uns. Es sollen heute bis zu 30 Grad werden und es hat schon einmal kurz geregnet. Wenn ich jetzt raus schaue, dann ist der Himmel grau und es sind sehr viele Leute unterwegs.

Zum eigentlichen Thema: Ich werde diese Zeit in mindestens zwei Beiträge aufteilen, weil es sonst ein Monstrum werden würde. 😉

Los geht’s 🙂

Wir sind also von der Fähre runtergegangen und nach ein paar Metern standen da auch schon Sergio und Dora. Wir kannten die Beiden ja vorher nur über das Internet. Sie sind übrigens der Grund dafür, dass Lukas und ich auf diese Insel gekommen sind. Unser Plan war es nach unserer Zeit in Singapur nach Thailand zu fliegen, jedoch stand das Ziel noch nicht fest. Als wir dann erfuhren, dass die beiden zum gleichen Zeitpunkt auf Koh Phangan sein würden, entschieden wir uns dazu auch auf die Insel zu fahren.

– Unsere Ankunft war zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, denn an genau diesem Abend war die mittlerweile riesige Full Moon Party, zu der Menschen aus aller Welt kommen! Als wir buchten, war schon fast alles in unserem Preisrahmen ausgebucht – die meisten noch vorhandenen Betten waren in unterschiedlichen Zimmern. Letztendlich hatten wir Glück, haben das Sea Hug Hostel über Booking.com gefunden und für zwei Nächte ein 6 Bett Zimmer gebucht. Unsere nächste Unterkunft war dann die Phangan Arena, welche wir über Airbnb buchten. Mittlerweile wohnen wir in einem kleinen ein Zimmer-„Küche“-Bad-Apartment. –

Wir wurden also sehr freundlich von Sergio und Dora am Hafen empfangen. Wir hatten den ganzen Tag Kontakt gehalten und somit wussten sie, wann wir ankommen. Sie zeigten uns dann auch den Weg zum ersten Hostel, welches sehr nah zu deren Unterkunft war. Hier checkten wir schnell ein, legten unsere Sachen ab und gingen alle zusammen auf den Nightmarket.

Dieser Markt bietet alle möglichen Gerichte, aus aller Welt. Von Sushi, über Spaghetti und Pizza, bis hin zu einheimischem Essen. Die einheimischen Gerichte sind alle sehr preiswert, wobei Gerichte wie Pizza an deutsche Preise rankommen. Da wir die asiatische Küche beide sehr mögen, stellt das also kein wirkliches Problem dar.

Anschließend ging es dann in eine Bar, in der man auf Schaukeln sitzen kann. Ziemlich cool, oder?

Hier lernten wir dann noch mehr neue Leute kennen. Wir saßen so da und dann sagte Sergio, dass sie sich noch mit zwei anderen Reisenden abgesprochen hatten und diese auf dem Weg zur Bar waren. So lernten wir Sarah und Dave vom Blog mangosandmedicine.de kennen. Wir sind sehr froh alle diese Leute kennenlernen zu dürfen.

Die nächsten Tage bestanden hauptsächlich aus morgens bis mittags Arbeiten und Projekte planen, abends ging’s dann in irgendeine Bar, wo wir Billiard und Darts gespielt haben und uns über unterschiedlichste Dinge ausgetauscht haben.

Am dritten Tag sind wir dann in unsere zweite Unterkunft gegangen. Der Weg dorthin war ein Abenteuer. Wir hatten noch keinen Roller und deshalb bat Sergio an uns mit seinem Roller einzeln dort hin zu fahren. Da ich diese Unterkunft gebucht hate, fuhr ich zuerst mit ihm.

Die letzten zwei Tage und auch an diesem Tag hatte es sehr viel geregnet. An sich nicht so schlimm, aber irgendwann ist die Aufnahmebereitschaft des Bodens leider sehr niedrig. Diese Tatsache erfuhren wir dann am eigenen Leib auf unserer Fahrt. Wir fuhren und irgendwann sahen wir vor uns eine 20-30 Meter lange „Pfütze“. Diese Pfütze gleichte eher einem kleinen See. Wir konnten nicht außen herum, also hieß es mittendurch und hoffen, dass sie nicht zu tief ist. Während wir also durch diesen See fuhren, wurde es immer tiefer und wir hatten beide ein paar Bedenken darüber, ob wir es schaffen. Doch dann wurde der See wieder flacher.

Nächstes Problem war, dass uns dann ein Pickup entgegenkam. Netterweise ist dieser sehr langsam an uns vorbei gefahren, um uns nicht zu überschwemmen. Nach dieser Pfütze dauerte es keine fünf Minuten mehr zur Phangan Arena. Zurück und mit Lukas fuhr Sergio dann einen anderen Weg, der nicht überschwemmt war.

Wir können die Phangan Arena leider nur bedingt empfehlen, denn der Airbnb Host hat uns keinerlei Informationen gegeben und uns auch nicht auf Nachfragen geantwortet. Vor Ort war die Kommunikation mit dem Personal super. Ein anderer Kritikpunkt ist, dass direkt nebenan ein Fußballfeld ist, welches regelmäßig von Kindern genutzt wird. Kinder, die nach dem Training oder Turnier das Hostel überlaufen und keinerlei Rücksicht auf die Gäste nehmen.

An einem Tag habe ich mich mit Lukas‘ Laptop an einen Tisch nahe des Pools gesetzt, um zu arbeiten. Aus dem Augenwinkel habe ich dann gesehen, dass die Kinder kamen, einer sein Oberteil auszog. Reflexartig bin ich aufgestanden und mit dem Laptop ein paar Schritte vom Pool weg. Gute Entscheidung! Der Junge ist ohne Rücksicht auf Verluste in den Pool gesprungen und hat alles in seiner Nähe total nass gemacht. Danach kamen dann noch 10 oder 15 andere Jungs, die genau das Gleiche gemacht haben. Wäre ich nicht aufgestanden, dann wäre ich mit samt Laptop nass geworden.

Zudem gab es scheinbar ein mindestens 24h Turnier. Mehrere Gruppen spielten Tag und Nacht. Während dieser Zeit war das Hostel wirklich extrem überlaufen, überall laute und rücksichtslose Jungs. Sie haben sich an dem einen Morgen sogar recht früh vor unsere Zimmertür gesetzt, laut Musik gehört und laut gelacht.

Die Türen der Zimmer bestehen aus semipermanentem Glas. Tagsüber war es nur möglich von drinnen nach draußen zu gucken, außer man hat sich von außen mit dem Gesicht ganz nah an die Scheibe gestellt, um gezielt reinzuschauen, ansonsten war es von außen verspiegelt. Genau das hat einer der Jungs gemacht und weil ich dann echt genervt war, habe ich den Überraschungsmoment genutzt und von innen genau auf Kopfhöhe gegen die Türe geschlagen. Der erschrockene Gesichtsausdruck war Gold wert! Ein anderer hat die Türe als Spiegel genutzt, um zu popeln. Ja, genau. Er hat sich vor unsere Türe gestellt und relativ lange in der Nase gebohrt. Auch da habe ich gegen die Scheibe gehauen.

Ich weiß, dass das gemein ist und er der popelnde Junge es nicht unbedingt verdient hatte, aber mal ganz ehrlich. Solche Aktionen sollten eigentlich erst gar nicht zur Option stehen.

Jetzt ist aber genug gemeckert 😉

Wir haben viel mehr schöne als schlechte Dinge auf dieser Insel erlebt!

Sarah und Dave haben wir dann auch zu unserem Podcast eingeladen, welcher super interessant ist und sich hauptsächlich mit Gesundheit beschäftigt.

Hier kommst Du zur Podcast-Folge ->

Dave ist angehender Arzt und Sarah ist Krankenschwester. Die beiden sind unheimlich nett und haben selber auch einen Blog. Ich will hier eigentlich keine Werbung für fremde Blogs machen, aber die beiden haben einen so tollen Blog und so tolle Projekte, dass ich sie erwähnen muss! Ihr neues Projekt ist „Change-Your-Habits“, welches sich damit beschäftigt jede Woche eine ungesunde Angewohnheit aus dem Alltag zu streichen oder eine gesunde Angewohnheit einzubauen. Sarah und Dave machen selber vor wie es geht und bieten Hilfe für alle, die mitmachen möchten bzw alle, die Hilfe bei der Umsetzung benötigen! Ich habe mich, schon als sie mir nur von der Idee erzählt haben, zum Mitmachen entschieden, denn was ist schon gegen gesünder Leben einzuwenden?

Jetzt aber weiter im Text 😉

Wir waren mit ihnen am Abend des Interviews noch in der Freeway Bar, welche ein echt nettes kleines Fleckchen ist. Es ist eine kleine Reggae Bar, in der man super sitzen, reden und entspanne kann – direkt am Meer gelegen! 🙂

Nach dem Abend in dieser Bar sind Lukas und ich mit Dora und Sergio noch in die Manson-Bar, was im Nachhinein betrachtet keine so gute Idee war. Dort war an sich alles gut, die Getränke waren lecker, die Leute nett. Aber Lukas hat sich, wahrscheinlich an den Eiswürfeln in seinem Getränk, den Magen verdorben!

Kleiner Tipp für alle, die in andere Länder reisen: Eiswürfel sind ein gefährliches Pflaster! Wenn diese aus normalem Wasser aus dem Wasserhahn gemacht werden, dann können die Bakterien manchmal überleben und dadurch, dass man diese Bakterien nicht verträgt, verdirbt man sich schnell den Magen!

Dazu muss ich aber auch sagen, dass wir sonst noch keinerlei Probleme mit Eiswürfeln hatten.

Ab diesem Moment begannen die bisher schlimmsten 24h auf unserer Reise. Nach der Bar ging es dann zurück zum Hostel und dort angekommen meinte Lukas dann, dass ich doch noch zum etwa 200 Meter entfernten 7-11 fahren solle, um Wasser zu kaufen. Bis dahin bin ich noch nicht Roller gefahren, denn mit Lukas hinten drauf war das zu schwer – Lukas ist immer gefahren. Also bin ich dann los, habe das Wasser gekauft und im Roller verstaut. Als ich dann wieder losfahren wollte, hatte ich leider einen kleinen Zusammenstoß mit einem parkenden Auto. Long-Story-Short: Mir ist nichts passiert, außer dass ich jetzt um viel Geld, für wenig Schaden, erleichtert wurde.

Wenn Du mehr zu diesem sehr absurden, schlimmen und lächerlichen Abend lesen möchtest, dann warte doch bitte auf den nächsten Beitrag, denn dieser Abend verdient einen eigenen Beitrag. 😉

Wir kamen abends um zwei Uhr etwa wieder in der Unterkunft an und gingen sofort schlafen. Etwa um 6 Uhr morgens wurde ich dann durch Lukas wach, denn er lief ins Badezimmer und musste sich übergeben. Den restlichen Tag verbrachte Lukas auf der Toilette. Alles musste und wollte raus aus seinem Körper. Ihm ging es hundeelend und ich konnte leider nichts unternehmen, damit es ihm besser ging. Wir konnten nur abwarten. An diesem Tag habe ich dann noch ein bisschen gearbeitet und Lukas hat sich auskuriert.

Am nächsten Tag war es wieder besser, zwar nicht gut, aber besser. Wir trafen uns wieder mit den anderen und brachten unsere neuen Projekte weiter. Dora verlies uns relativ früh, da es ihr an diesem Tag eher schlecht als recht ging. Am Abend dieses Tages gingen Lukas, Sergio und ich dann noch in eine nahe gelegene Bar und ließen unsere Füße im Pool baumeln und redeten gemütlich, bis ein Kerl zu uns kam und uns anbot sich zu ihm und zwei anderen dazu zu setzen.

Wir sind also an deren Platz und der erste Moment war sehr lustig, da er uns ja zu sich und seinen zwei Freunden eingeladen hatte, aber niemand da war. (Wir hatten die drei vorher schon dort sitzen sehen, wussten also, dass er keine imaginären sondern reale Freunde hatte.) Trotzdem machten wir uns alle einen Spaß daraus und es blieb den restlichen Abend ein Running-Gag. Die zwei angekündigten Freunde kamen dann auch etwa zehn Minuten später wieder dazu, denn sie waren etwas zum Naschen kaufen. Einer packte irgendwann seine Gitarre aus und so saßen wir da und sangen, hörten Musik und lachten. Der Abend schritt also voran und die Bar schloss recht früh. Daher saßen wir irgendwann im Dunklen. Mit unseren Handys machten wir uns Licht und saßen noch recht lange dort. Meiner Meinung nach mit einer der schönsten Abende bis jetzt.

Ein paar Tage später testeten wir zum ersten Mal die Tölzer Hütte aus. Das ist ein deutsches, oder noch genauer bayrisches Restaurant, in unserer Nähe. Dort gibt es sogar importiertes, deutsches Bier und Gerichte wie Käsespätzle, Weißwurst mit Sauerkraut, Brezeln, süßem Senf und noch vieles mehr. Sehr empfehlenswert dort mal vorbeizuschauen. Hier waren wir auch am zweiten Weihnachtsfeiertag nochmal.

Allgemein gibt es hier sehr viele Orte, an denen man sehr gut essen kann – ob Preise nach deutschem Standard oder nach thailändischem Standard.

Ein Lokal, in dem wir unglaublich gerne Essen gehen, ist mitten im Nirgendwo an der Straße in den Norden zu unserem Lieblingsstrand. Man fährt eine sehr kurvige und oft sehr steile Straße bis zu diesem Strand. Mitten auf dem Weg gibt es dann dieses kleine Lokas, das einer netten Omi gehört. Sie ist so gut wie immer da und kann unglaublich gut kochen! Sergio hat sich irgendwann mal dazu überwunden dort etwas zu essen und hat es dann nicht bereut. Am Anfang hatte er Angst vor Salmonellen, aber es gab nie Probleme. Sehr gut ist auch, dass im Garten hinten dran, alles mögliche angebaut wird- Chili, Ananas, Bananen und bestimmt noch vieles mehr!

Sehr lustig ist, dass auf den Menüs das Wort „Vegetable“ in den unterschiedlichsten Weisen geschrieben wird. Auf einer Seite stehen teilweise drei unterschiedliche Schreibweisen. Meine Lieblingsart ist „Vetetetable“ 😉

An dem eben genannten Strand, waren wir jetzt auch schon öfter. Wir erwischen nur meistens eher schlechteres Wetter. Einmal war es so windig und dadurch so raue See, dass sogar die roten Flaggen aufgestellt waren. Der Strand ist es aber, auch bei schlechterem Wetter, absolut wert dort hinzufahren. Eine schöne Bucht, weißer Sand, viele kleine Strandbars und meistens türkis-blaues Wasser – wenn es nicht grade stürmt.

Beim letzten Mal waren die roten Flaggen draußen und trotz des Windes wollte mein Taschendrachen nicht richtig fliegen. Vor dem Start unserer Reise habe ich mir natürlich große Gedanken darüber gemacht, was ich alles einpacke. Wichtig für mich war dann auch Unterhaltungsmaterial mitzunehmen. Du magst das eventuell als Platzverschwendung ansehen, aber ich finde nichts schlimmer, als sich langweilen zu müssen. Daher habe ich den Taschendrachen, eine Reise-Frisbee und ein Kartenspiel mitgenommen. Das Kartenspiel musste ich vor ein paar Tagen ersetzen, da es irgendwann nass geworden war und die Karten extrem klebten.

Das war es für’s Erste von unserer Zeit auf Koh Phangan! Ich hoffe es hat Dir gefallen. Mittlerweile sind wir schon in der Planung für unsere nächsten Ziele. Wir freuen uns weiter viel schönes und lehrreiches zu erleben! Es ist uns ein Anliegen Dich immer auf dem Laufenden zu halten. Wenn es Dir auch ein Anliegen ist immer auf dem Laufenden zu sein, dann trage Dich in unseren Newsletter ein und erfahre per E-Mail mit als erster, wenn’s was Neues gibt. Viel Spaß noch beim Lesen!

PS: Wenn Du Dich für Kryptowährungen interessierst, dann schau doch mal bei unserem neuen Projekt vorbei.

Es werden viele bekannte Leute der Szene interviewt, um in einem begrenzten Rahmen, so viel Mehrwert wie möglich zu bieten. Mit dem folgenden Link kannst Du Dich für die Konferenz kostenlos anmelden.

Klicke HIER, um zur Online-Konferenz zu kommen!

0
Larissa
Larissa
Seit Oktober 2017 reise ich mit jeder Menge Enthusiasmus und nur kleinem 35-Liter-Handgepäck um die Welt. Auf diesem Reiseblog entführen wir Euch zu den fettesten Hotspots der ‚Global Citizens‘: Tollste Städte, Strände und Events. Natürlich werden hier auch die Reise- und Packtipps für Euch nicht zu kurz kommen! Denn wir l(i)eben doch alle Freiheit!

1 Comment

KOMMENTAR SCHREIBEN... (: