Reisetagebuch 📔

Drei Tage in Asiens Perle – Singapur

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Meine persönlichen Vorstellungen von Singapur ähnelten dem Eindruck, den ich in von Dubai habe. Alles groß, neu und irgendwie aufgesetzt wirkend. Ich kann Dir aber mir Sicherheit sagen, dass dies nicht der Fall ist! Schon in den ersten Stunden konnte ich für mich feststellen, dass Singapur einen bestimmten Charme versprüht. Einen Charm von dem Dubai unserer Meinung nach nur träumen kann.

Da wir uns nur 2 1/2 Tage in Singapur aufhielten, planten wir unsere Tage immer recht komprimiert. Im Nachhinein betrachtet hätten wir uns gerne mehr Zeit lassen können. Es gibt zwar einiges zu sehen, doch meist liegen die einzelnen Sehenswürdigkeiten recht nahe beieinander oder man kann sie durch die Metro und Busse ohne weiteres erreichen. Ich muss dazu aber auch sagen, dass wir nicht alle Sehenswürdigkeiten und Attraktionen besucht und genutzt haben.

Es fing also mit dem Flug an, der sehr angenehm und ruhig war. Vom Flughafen sind wir mit einem Uber ins Zentrum der Stadt gefahren. Hier haben wir dann auch zum ersten Mal UberPOOL genutzt, wenn auch nicht ganz sinngemäß. Hierbei bezahlt man weniger, denn man teilt sich mit anderen das Auto. Wir sind also zum Auto und als wir einstiegen ist der Fahrer direkt los und wir hatten somit zwar den geringeren Preis, mussten das Auto aber nicht teilen. So ging es also ins Zentrum. Während der Fahrt hat uns der Fahrer viele Infos und Tipps für unseren Aufenthalt gegeben. Einer bestand sogar daraus in der Stadt kein Uber zu nutzen, weil die Metro sehr billig und damit lukrativer als Uber sei. Diesen Tipp haben wir sehr ernst genommen und sind nur mit der Metro und Bussen gefahren.

An einem der vielen Einkaufszentren angekommen, suchte wir uns eine Möglichkeit, damit wir unsere Rucksäcke bei der Hitze und den zurückzulegenden  Kilometern nicht immer schleppen mussten. Gefragt, abgelegt. Da wir bis dahin noch nichts gegessen hatten, setzten wir uns in ein sehr unscheinbares Restaurant, was sich als Perle entpuppte! Wir bekamen für wenig Geld sehr leckeres Essen in ordentlicher Größe.

Und jetzt hatten wir auch schon einen Termin. Lukas hatte am gleichen Morgen, noch vor dem Flug nach Singapur, das fast Unmögliche möglich gemacht. Er versuchte erst um 6 Uhr morgens sich das neue iPhone X in einem Apple-Store in Singapur zu reservieren. Mitten im Eintragen seiner Daten wurde er aus dem System gekickt, weil die anderen Leute wohl schneller mit dem Ausfüllen waren als er. Im Internet fand er Informationen auf eine zweite Chance um 7 Uhr. Diese Info war leider falsch und somit sah es so aus als würde er noch kein neues Handy bekommen. Während der Fahrt zum Flughafen lud er die Seite neu und wie durch ein Wunder waren wieder welche verfügbar. Ab diesem Moment hieß es schnell und schneller. Und was soll ich sagen. Lukas ist jetzt stolzer Besitzer des neuen iPhone X.

Unser Termin bestand also darin, das Handy im Store abzuholen. Geplant, getan! Dort angekommen ging alles ganz schnell. Die Mitarbeiterin holte das Handy, stellte Lukas‘ Identität sicher, eine Unterschrift und da war dann das Handy!

Im Vorhinein hatten wir abgesprochen, dass er sein Handy einstellt, wenn ich mich mit Churos eingedeckt hatte. Wir verbrachten einige Zeit in der schon vorher besuchten Mall und Lukas machte sich an seinem Handy zu schaffen. Als alles lief ging unsere Tour auch schon los. Wir kauften uns Drei-Tages-Pässe für Bus und Metro, welche in diesem Zeitraum unbegrenzt nutzbar waren. Schon alleine, weil unsere Unterkunft recht weit vom Zentrum entfernt war (letzte Station der grünen Linie), lohnten sich die 40S$. Wir liefen etwas in dieser Ecke herum und entschieden schließlich an die Marina Bay zu fahren. Dort angekommen, wurden wir von einem unglaublichen Blick auf den „Marina Sands Skypark“ begrüßt.

Wenn man das Geld ausgeben möchte, kann man sogar in das Boot, jedoch hatten wir einen Tipp von Penang-Mitgästen bekommen, dass es Wohngebäude gibt, welche mit Brücken verbunden sind. Dort hätten wir wohl weniger bezahlt und einen perfekten Blick auf den „Marina Sands Skypark“ und die Stadt gehabt. Leider haben wir diese Gebäude nicht besucht. Einerseits hatten wir die Namen vergessen und andererseits wollten wir erstmal die anderen, für uns interessanteren Dinge sehen.

Hier an der Bay hatte man einen fantastischen Ausblick auf den Skypark, das ArtScience Museum, die anliegenden Hotels und die ganzen Skyscraper. Spätestens hier war es um mich geschehen, hier habe ich mich ein bisschen in diese Stadt verguckt! Da es schon langsam dunkel wurde, entschlossen wir uns dazu ein Bierchen für „nur“ 6S$ zu trinken. Und ich muss gestehen, dass auch die Singapurer Bier können! Der Abend schritt weiter voran und es wurde Zeit unsere Rucksäcke abholen zu gehen. Mit der Metro ging es zurück, wieder vollgepackt machten wir uns dann langsam auf den Weg zu unserer Unterkunft. Dort angekommen legten wir alles ab und schliefen recht schnell ein.

Am nächsten Morgen ging es Richtung „Little India“. Wir hatten schon öfter davon gehört und gelesen. Leider war es nicht ganz so wie erwartet. Ich hatte erwartet mich wenigstens ansatzweise wie in Indien zu fühlen, aber es war leider gar nicht so. Little India bestand hauptsächlich aus kleinen Läden, Schmuckverkäufern und Beauty-Salons.

Einen Tempel haben wir auch gesehen, dieser war aber geschlossen und selbst, wenn er nicht geschlossen gewesen wäre, dann wäre ich zu knapp gekleidet gewesen, um rein zu dürfen. Kurze Hose und Top sind zwar dem Wetter angepasst aber nicht den vorherrschenden Religionen.

Wir sind also einige Zeit durch Little India gelaufen, haben ein Paar Fotos gemacht und waren dann auch eigentlich schon wieder auf dem Rückweg, als ich mich dazu entschloss, mir ein Henna-Tattoo machen zu lassen. Ich hatte diesen Plan schon sehr lange und war dann glücklich, als ich ihn endlich in die Realität umsetzen konnte!

Nun hieß es weiter und auf nach „Chinatown“! Die Metro-Station war direkt an einem Markt, wo es allerhand zu Essen gab. In Penang hatte Louis uns ja „Big Bao“ mitgebracht und diese gab es auch dort. Ich kannte „Big Bao“ schon von einer Freundin, die Vietnamesin ist und ihre Mutter hat immer super leckere „Banh Bao“ gemacht. Meinem Geschmack nach zu urteilen ist beides das Gleiche, aber ich kann mich auch irren. Empfehlen kann ich trotzdem beides! Diese „Big Bao“ waren leider nicht so gut wie die in Penang oder die, der Mutter. Der Teig ist normalerweise ein wenig süßlich. Dann mit zum Beispiel Schwein und Nudeln und was noch alles drinnen ist, schmeckt es einfach unglaublich gut! Hier war der Teig leider sehr fad und dadurch hat es nicht so gut geschmeckt wie erhofft.

Nach dem Essen haben wir uns noch auf den größeren Markt begeben, wo es hauptsächlich Kleidung und Souvenirs gab. Hier haben wir uns dann noch mit Karten für Familie und Freunde eingedeckt. Viel mehr haben wir hier auch nicht gemacht, weil ich auch für den dort vorhandenen Tempel zu freizügig angezogen war.

Hier also noch ein Tipp: „Knappe Kleidung“ ist soweit kein Problem, außer Du möchtest Tempel besichtigen, dann müssen Knie und Schultern bedeckt sein.

Das alles hört sich recht wenig für einen Tag an, aber wir hatten zu diesem Zeitpunkt schon etwa 16 Uhr und ein Programmpunkt stand noch auf der Liste. Also ging es wieder an die Marina Sands Bay.

Hier entschieden wir uns kurzfristig noch dazu ein kurzes Live-Video auf Facebook zu machen. Wenn Dich interessiert, was wir erzählt haben, dann besuche uns doch auf unserer Facebook-Seite.

Im Anschluss sind wir dann um den Hafen gelaufen. Nach dem 6S$ Bier vom Vortag entschied ich mich dazu Lukas zu einem Bier auf der anderen Seite des Hafens einzuladen. Von hier aus hatte man einen unglaublichen Ausblick. Wir konnten mal die Ecke sehen, in der wir sonst die ganze Zeit rumgelaufen sind. Hier gab es dann ein 15$ Bier für jeden von uns. Je dunkler es wurde, desto schöner wurde auch dieser Ausblick. Die Wolkenkratzer, die Hotels und Restaurants, alles wurde bei Dunkelheit in strahlendes Licht gehüllt. Wunderschön!

Hier tranken wir also unser Bier. Wir genossen den Ausblick und den Moment. Dankbar für die außergewöhnlichen Augenblicke, die wir bisher auf unserer Reise erleben durften.

Unser nächstes und damit letztes Erlebnis für diesen Tag war dann die Lichtershow, die es jeden Abend vor dem Skypark gab. Wir begaben uns also wieder auf die andere Seite des Hafens und freuten uns schon auf das Spektakel.

Wir wurden nicht enttäuscht! Etwa 15 Minuten lang wurden wir mit angenehmer Musik, Wasserfontainen und Lichteffekten berieselt. Ein unglaubliches Spektakel, was wir nur empfehlen können. Jeder, der mal nach Singapur geht, sollte sich wirklich die 15 Minuten Zeit nehmen. Diese Show gibt es täglich um 19Uhr und um 20Uhr.

Mit diesem wunderbaren Tagesabschluss machten wir uns dann also wieder auf den Weg zurück zur Unterkunft. Dort angekommen zeigte uns der Mitbewohner unserer Gastgeberin (Fabian) eine kleine Ecke mit mehreren Essensständen. Hier aßen wir zu Abend und Lukas machte noch ein interessantes Erlebnis.

Wir saßen also da und aßen gemütlich unser Essen, als wir von einem unschönen Geruch überrascht wurden. Ich schaute mich reflexartig um, da ich die Quelle des Gestanks ausmachen wollte. Ich kannte den Geruch und ich kann nur sagen, dass ich ihn widerlich finde. Es war Durian, oder auch „Kotzfrucht“! Diesen Namen hat sie, da sie unheimlich widerlich riecht. Ich hatte immer Witze darüber gemacht, dass ich Lukas ein Stück kaufen würde, nur damit er es mal isst, aber er hat nie zugestimmt. Durian ist eine Delikatesse, da es sogar Menschen gibt, die gerne Durian essen. Es gibt aber auch Leute, die gegen Durian sind. Wie dieses Schild in der Metro zeigt:

Ich schaue mich also um und sehe die Gruppe von Fabian gemütlich Durian essen. Er sieht, dass wir zu ihm rüber schauen, packt sich die Packung, steht auf und kommt zu uns rüber.

Fabian ist ein sehr netter Mensch, aber er hat es für meinen Geschmack in diesem Moment zu gut gemeint 😀

Er kam also zu uns rüber und bietet uns an ein Stück zu probieren. Ich habe direkt abgelehnt, denn Dinge, die mich schon vorher zum würgen bringen, werde ich niemals essen, außer es geht um Leben und Tod! Lukas hat das Angebot nach längerem hin und her angenommen. Ja, richtig gelesen. Fabian macht also die Packung auf und ich halte reflexartig den Atem an, weil ich den Geruch echt nicht ausstehen kann!

Lukas hatte sein Gesicht mehr oder weniger direkt neben der Packung und bekam die in der Packung angestaute Wolke des Durian Geruchs genau ins Gesicht. Der folgende Gesichtsausdruck war unbeschreiblich. Eine Mischung aus Ekel und dem Versuch stark zu bleiben. Ich war ein kleines Bisschen schadenfroh in diesem Moment, das muss ich ehrlich zugeben. Aber Respekt an Lukas, denn er hat sich tatsächlich ein Stück genommen und probiert. Seiner Aussage nach ist der Geschmack wohl recht angenehm und nicht ansatzweise so eklig, wie der Geruch. Eine interessante Folge war aber, dass Lukas ab diesem Moment permanent den Geruch von Durian schmeckte 😀

Somit endete also Tag 2.

Am nächsten Morgen packten wir all unsere Sachen zusammen, ließen sie aber noch in der Wohnung.

Unser erstes Ziel war das „ArtScience Museum“, auf das ich mich schon sehr gefreut hatte. Ich wusste, dass es einen kostenlosen Teil gibt und da unsere Ausgaben in Singapur schon recht hoch waren, wollte ich sie nicht noch mit dem kostenpflichtigen Teil überstrapazieren. Ich wusste nicht woraus der kostenlose Teil besteht, hatte aber ein wenig die Hoffnung, dass es sehr interessant werden würde und man wenigstens einen Eindruck vom restlichen bekommen würde. Damit lag ich leider falsch. Meine schon niedrigen Erwartungen wurden leider noch unterboten.

Der kostenlose Teil bestand aus einer „Virtual-Reality-Tour“, bei der man mit vom Museum gestellten Handys einmal im Kreis laufen musste, um fünf Tiere im Wald zu sehen. Leider haben wir dadurch keinerlei Hinweise auf die kostenpflichtigen Teile erhalten. Ich habe mir kurz überlegt doch noch Geld zu bezahlen, aber der Eintritt pro Person war recht teuer und damit hatte sich das Ganze für mich erledigt.

Meiner Meinung nach, ist das Museum eine sehr gute Station für Leute, die ein weniger beschränktes Budget haben. Ich möchte das Museum nicht schlecht reden! Von dem, was ich gehört habe sind die kostenpflichtigen Teile es wirklich wert sie zu sehen. Für uns kam es zu diesem Zeitpunkt nur leider nicht in Frage. Zu einem anderen Zeitpunkt werde ich ganz sicher nochmal das Museum besuchen und dann auch das nötige Geld bezahlen!

Etwas enttäuscht ging es dann weiter. Wir gingen über die „Helix Bridge“, um mit dem Bus zur „Arab Street“ zu fahren. Hier hat sich meine Laune sofort wieder gehoben! Das ist ein Stadtteil, der voll mit Kunst und Bars ist. Sogar manche Bars sind voll mit Kunst. Ich möchte nicht viel dazu schreiben, denn ich glaube, dass die Bilder für sich sprechen:

Eine erwähnenswerte Station wäre aber ein Café, in dem man sein Selfie auf seinen Café machen lassen kann. Wir haben es nicht ausprobiert, aber es gibt bestimmt viele Leute, die ihr Geld dafür ausgeben möchten.

Eine weitere erwähnenswerte Station ist das Katzen-Café. Wir haben es leider zu spät gesehen. Wir hatten vorher schon Kaffee getrunken und es hätte sich also nicht mehr wirklich gelohnt. Aber das ist eine Station, die ich wieder ansteuern werde, wenn ich das nächste Mal in Singapur bin! Für wen ist es bitte kein Traum seinen Kaffee zu trinken, während man mit ganz vielen Kätzchen spielen kann? (Ausgenommen von Katzenhassern und Allergikern 😉 )

Nun ging es also weiter zu den „Gardens by the Bay“. Auch hiervon hatte ich sehr viel gelesen und gehört. Wir waren tagsüber da und somit war es nicht so imposant wie nachts, wenn alles beleuchtet ist. Hier sind wir auf jeden Fall durch einen riesigen Park gegangen, der viele freizugängliche und schöne Ecken hat. Man kann aber auch hier wieder Geld bezahlen, um zum Beispiel auf die „Blumen“ drauf gehen zu können, oder um den „Cloud Forest“ zu besuchen. Mit dem nötigen Kleingeld kann man hier sehr viele schöne Dinge erleben. Und den „Cloud Forest“ würde ich sofort besuchen, wenn ich nochmal da bin!

– Aufgrund technischer Probleme sind uns leider viele schöne Bilder von diesem Teil des Tages verloren gegangen –

Wie Du merken könntest, möchte ich unbedingt nochmal nach Singapur und dann mit dem nötigen Kleingeld, denn wir haben so viele Dinge noch nicht erlebt! Schön war’s trotzdem!!!

Mit etwas Zeitdruck mussten wir unsere Tour hier dann beenden und unsere Sachen holen gehen. Wir verabschiedeten uns von allen und machten uns auf den Weg ins Zentrum. Dort angekommen, gaben wir dann unsere Metro-Karten ab und waren nun auf unsere Füße angewiesen. Dieses Mal konnten wir unsere Sachen nirgends abstellen, da die Schließfächer vom ersten Tag schon recht früh schließen. Somit mussten wir mit unseren Sachen die letzten Stunden herumlaufen.

Wir hatten mittlerweile schon etwa 19 Uhr. Wir aßen dann in der Perle vom ersten Tag und verbrachten weitere zwei Stunden in der Mall. Diese zwei Stunden bestanden aber nur aus Sitzen und die Zeit totschlagen. Mit unserem Gepäck wollten wir keine weiten Wege mehr zurücklegen.

Nach den zwei Stunden machten wir uns dann auf den Weg zur Concorde Mall, von wo wir mit dem Bus zurück nach Kuala Lumpur fahren sollten. Der Weg dahin war dann doch beschwerlicher als erhofft. Es waren sehr viele Leute unterwegs und alles war eng. Zudem hatten Lukas und ich unsere dicksten Sachen an, denn das Ende der Busfahrt war der Flughafen, um nach Thailand zu fliegen. Wir haben uns also durch die Menschenmengen gekämpft und kamen an der Mall an.

Dort angekommen hatten wir das Gefühl, dass wir nicht ganz richtig sind. Zweifel machten sich breit und als wir dann nochmal alles kontrollierten stellten wir fest, dass wir komplett falsch waren. Es gibt nämlich zwei Concorde Malls in Singapur. Wir bestellten uns sofort ein Uber und der Fahrer war auch erst verwirrt, weil er meinte, dass wir am richtigen Ort seien. Jedoch nach kurzem Nachdenken, fiel ihm ein, wo wir hin wollten. Somit ging es mit dem Uber zur richtigen Mall.

Hier hatten wir dann noch etwa zwei Stunden Aufenthalt. Unser Bus fuhr fast pünktlich ab. Wenn Du mitgerechnet hast, dann fällt Dir auf, dass wir mittlerweile kurz nach zwölf Uhr nachts hatten. Unser Flug nach Thailand ging nämlich um 9 Uhr morgens von Kuala Lumpur aus. Dieser Weg – Busfahrt nach Kuala Lumpur, dann mit dem Flugzeug nach Suratthani und dann weiter mit Bus und Fähre nach Koh Phangan- kostete uns nicht mal die Hälfte eines Flugs von Singapur nach Suratthani. Es war zwar anstrengender und länger, aber billiger und darauf kam es an!

Die Busfahrt war relativ angenehm. Nach etwa 2 Stunden mussten wir aussteigen und aus Singapur auschecken und etwa 10 Minuten Busfahrt später wieder in Malaysia einchecken. Ich hatte keinerlei Probleme an beiden Stationen, bei Lukas sah das Ganze leider etwas anders aus. An der Grenze Singapurs mussten wir uns mit dem Fingerabdruck ausloggen und Lukas hat leider statt seines Daumens den Zeigefinger benutzt, womit der Versuch des Ausloggens fehlschlug. Er wurde dann zu einem Schalter geleitet, wo dann sein Daumen gescannt werden sollte, jedoch war das Gerät so versaut, dass sein Finger nicht erkannt wurde. Anschließend wurde er in einen Raum geführt, wo das nächste Gerät wieder zu verschmutzt war, um seinen Fingerabdruck zu erkennen. Beim vierten Gerät gelang es dann und Lukas konnte beruhigt weiterfahren. Lukas war aber nicht der einzige, bei dem mehrere Geräte versagten.

Weiter ging es dann an der malayischen Grenze. Mein Pass wurde eingescannt und gestempelt. Ich konnte durch. Lukas hingegen wurde erst noch durchlöchert, warum er schon wieder nach Malaysia wolle und wohin er als nächstes wolle. Der Grenzarbeiter schien sehr misstrauisch. Aber schlussendlich wurde Lukas durchgelassen. Unser gesamtes Gepäck musste hier noch einmal durchleuchtet werden, aber hier hab es keine Probleme.

Einige Stunden Busfahrt vergingen und auf einmal blieb der Bus stehen. Der Busfahrer sagte etwas uns unverständliches und wir blieben sitzen, bis das Mädchen neben uns sagte, dass wir für den Flughafen hier aussteigen müssen. Wir fragten nochmal nach und es stimmte. Also hieß es erneut alles zusammenpacken und raus aus dem Bus. Jetzt sahen wir morgens um 5 Uhr unter irgendeiner Brücke in Kuala Lumpur. Alle Reisenden waren müde. So saßen wir etwa eine halbe Stunde, bis endlich der nächste Bus kam und wir nach kurzer Fahrt am Flughafen ankamen.

Wir hatten von diesem Flughafen schon einiges schlechtes gelesen. Die Kontrollen schienen sehr streng zu sein! Ein Punkt war Lukas‘ 20.000er Powerbank. Ich hatte mehrmals gelesen, dass hier gerne mal Powerbanks ab 20.000 oder sogar halb leere Zahnpastatuben eingesackt werden. Wir begaben uns also an die Kontrolle und wurden positiv überrascht, denn wir kamen ohne Probleme durch. Wir mussten nicht ein Teil unserer Elektronik extra rausholen.

Dann hieß es warten, denn wir waren etwa 3 Stunden zu früh am Flughafen. Der Flug war dann recht angenehm und wir landeten gut in Thailand. Weiter ging es mit dem Bus und der Fähre.

Die Fahrt mit der Fährte war ein sehr interessantes Erlebnis. Was genau passiert ist, kannst Du in unserem nächsten Beitrag lesen!

Hier also alles zu unserer doch recht kurzen aber schönen Zeit in Singapur! Ich hoffe es hat Dir gefallen. Mittlerweile sind wir schon in Thailand auf Koh Phangan angekommen. Wir freuen uns weiter viel schönes und lehrreiches zu erleben! Es ist uns ein Anliegen Dich immer auf dem Laufenden zu halten. Wenn es Dir auch ein Anliegen ist immer auf dem Laufenden zu sein, dann trage Dich in unseren Newsletter ein und erfahre per E-Mail mit als erster, wenn’s was Neues gibt. Viel Spaß noch beim Lesen!

Larissa

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Larissa
Larissa
Seit Oktober 2017 reise ich mit jeder Menge Enthusiasmus und nur kleinem 35-Liter-Handgepäck um die Welt. Auf diesem Reiseblog entführen wir Euch zu den fettesten Hotspots der ‚Global Citizens‘: Tollste Städte, Strände und Events. Natürlich werden hier auch die Reise- und Packtipps für Euch nicht zu kurz kommen! Denn wir l(i)eben doch alle Freiheit!
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